monolog | Kunsthalle Luzern

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Einzelausstellung: “Mirko Reisser (DAIM) | monolog”
Vernissage: Donnerstag, 12. Juli 2018, 19.00 Uhr

13. Juli – 12. August 2018

Begrüssung und einleitende Worte zur Ausstellung: Michael Sutter, Leiter Kunsthalle Luzern

DAIM kommt zurück! Vor 20 Jahren noch als Student an der Hochschule für Gestaltung in Luzern, besprüht der deutsche Künstler Mirko Reisser nun die Ausstellungswand der Kunsthalle Luzern. Seinem Markenzeichen über die Jahre treu geblieben, definiert er seine Graffiti-Arbeiten durch die konsequente Variation seines Pseudonyms im 3D-Style. In der Kunsthalle Luzern stellt er sich der architektonischen Herausforderung eines gekrümmten, tendenziell asymmetrischen Ausstellungsraumes und seiner vertikalen Gliederung durch die Reliefpfeiler. Seine raumspezifische Arbeit erstreckt sich auf 3.5 x 22 Meter über drei Wandsegmente und fügt sich dynamisch zwischen Lamellendecke und Fussboden ein. Das wie ein Triptychon wirkende Gemälde springt je nach Perspektive förmlich aus der Wand heraus oder scheint darin zu implodieren.

''mirko reisser (DAIM) | monolog'' | Kunsthalle Luzern | Luzern (Schweiz) | 13. Juli - 12. August 2018 | Kurator: Michael Sutter | Künstler: Mirko Reisser (DAIM) | Courtesy: Kunsthalle Luzern | Photo: MRpro

Ausgehend von einer Bleistiftskizze, die er anschliessend in ein digitales Entwurfskonzept überführt und ausarbeitet, folgt ein systematischer Aufbau der einzelnen Bildelemente, wobei mittels Klebeband geometrische Grundflächen vordefiniert und monochrom ausgefüllt werden. Schicht für Schicht folgt das gesprühte, freihändige Writing als verschachtelte Konstruktion der eigenen vier Buchstaben. Das komplexe Schriftgebilde – für viele auf den ersten Blick nicht erkennbar – wirkt wie ein eingefrorener Moment einer Zersplitterung scharfkantiger Flächen, die in Kombination mit geschwungenen Schlaufen und pfeilartigen Elementen stehen. Die dreidimensionale Wirkung erzeugt DAIM durch die feine Akzentuierung der Konturlinien und Schattenwürfe, was der Typografie ihren eigenständigen Charakter verleiht und eine räumliche Tiefe suggeriert. Dies verursacht eine spürbare, energetische Spannung innerhalb des Graffitis, was zu einer regelrechten Eroberung des Ausstellungsraumes führt. Die Farbigkeit bewegt sich im Spektrum einer wenig gesättigten Tonalität: Die gesprühten, seidenglänzenden Flächen treffen kontrastreich auf die gestrichenen, matten Flächen in Weiss und Grau. Dabei distanziert sich DAIM von einer im Kontext von Graffiti häufig anzutreffenden, knalligen Farbwirkung.

Die Wandarbeit wird flankiert von drei Sprüharbeiten auf Aluminium-Wabenplatten sowie einer Auswahl kleinformatiger Arbeiten. Die beiden Leinwandwerke sind mit einer aufwändigen Schablonentechnik gefertigt, wobei bis zu 24 Farbschichten übereinander gesprayt werden. Die klassischen Kupferdruck-Radierungen sind während DAIMs Studienaufenthalt an der Kunsthochschule in Luzern entstanden. Im Kabinett befindet sich neben einem limitierten Editionsdruck auch das dazugehörige Making-of Video der Wandarbeit monomania, die Mirko Reisser im Jahr 2014 in der zone contemporaine in Niederwangen bei Bern gefertigt hat.

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Der deutsche Künstler Mirko Reisser (DAIM) (*1971 in Lüneburg (D), lebt und arbeitet in Hamburg) wird in der Kunsthalle Luzern direkt vor Ort auf der Ausstellungswand eine grossformatige Graffiti-Arbeit realisieren. Es handelt sich um eine Art Rückkehr an eine frühere Wirkungsstätte: Mirko Reisser hat vor 20 Jahren Freie Kunst an der Hochschule für Gestaltung und Kunst in Luzern studiert, bevor er nach Deutschland zurückkehrte und internationale Bekanntheit als Graffiti-Künstler erlangte.

Das Hauptelement der Bildkomposition bildet beim sogenannten Writing die Darstellung des eigenen Künstlernamens DAIM in einer einzigartigen und raumspezifischen Gestaltung. Die Typographie bei den Arbeiten von Mirko Reisser wird durch den Prozess der Konstruktion und Dekonstruktion bestimmt, die abstrakte Buchstabenformation bildet das Kernelement seiner dreidimensionalen Arbeiten. Die vier Buchstaben dienen DAIM als Werkzeug, um in seinem hoch komplexen, dreidimensionalen Stil visuelle und persönliche Grenzen auszuloten und somit auch sich selbst zu entdecken. Seine Arbeiten sind folglich immer auch als Selbstportraits zu lesen.

Zur Ausstellung ist ein begleitendes Poster-Booklet erschienen.

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Finissage
Sonntag, 12. August 2018, 14.00 – 18.00 Uhr
15.00 Uhr: Künstlergespräch mit Mirko Reisser und Gästen.

kunsthalle luzern
Bourbaki Panorama
Löwenplatz 11
6002 Luzern

+41 41 412 08 09
info@kunsthalleluzern.ch
Öffnungszeiten: Mi. – Sa. 15.00 – 20.30 Uhr, So. 14.00 – 18.00 Uhr
Der Eintritt ist frei.

Mehr Infos unter kunsthalle-luzern.ch