The Swiss Connection – Kolly Gallery

| 10. bis 15. Juni 2019 in Zürich, Schweiz.

Er hat Buchstaben studiert, sie perfektioniert und zu seinem Markenzeichen gemacht.
Vom 10. bis zum 15. Juni 2019 präsentiert Kolly Gallery erstmals die Werke des in Hamburg lebenden Künstlers DAIM aus der Serie „The Swiss Connection“ in Zürich.

DAIM, für die De- und Rekonstruktion seines Künstler-Pseudonyms bekannt, verstärkt in unzähligen Variationen die Komplexität des Schreibens. Sobald der Künstler seinen Namen sprüht, spritzt, drippt oder klebt, entsteht ein nahezu realistisches, fast digital wirkendes dynamisches Kunstwerk.

„Ich nehme meinen Writer-Namen DAIM als Selbstportrait wahr.“ – DAIM

Die Serie „The Swiss Connection“ stellt drei frühe Kupferstiche zwei aktuell gesprühten Malereien auf Leinwand gegenüber. Dabei entstanden die drei Radierungen, so wie der Titel der Ausstellungsreihe es schon andeutet, bereits während seines Studiums 1997 an der Hochschule für Kunst und Design Luzern in der Schweiz. Um sein Graffiti-Werk zu schaffen, wagte DAIM so eine ganz andere und ungewöhnliche Technik anzuwenden. Die Technik der Kupferdruckradierung ließ ihm nicht viele Freiheiten. Auf der ästhetischen Ebene waren keine anderen Farben außer unterschiedliche Schwarztöne verfügbar. Trotzdem gelang es DAIM seine bekannten 3D-Formen zu komponieren und zu perfektionieren.
Inhaltlich spielt der Künstler nach allen Regeln des Graffiti und ruft frühere Arbeiten seiner Crews TCD (Trash-Can Design) sowie FX aus New York auf.

Die beiden hier präsentierten Leinwände gehören zu der noch jungen Serie DAIMaround, die eine hochgrafische 3D-Schrift darstellt. Eine gewisse digitale Verfeinerung der damaligen Handskizzen ist gut erkennbar.
Einzigartig an diesen Werken ist, dass sein Name, der sich meist in der Mitte befindet, nun am Rande steht. So entsteht ein freier Raum, ein Moment der Ruhe, bevor seine massiven, dynamischen sowie komplexen Buchstabenkompositionen in Erscheinung treten. Metaphorisch gesprochen zeigt es den Beginn von DAIMs Eroberung des Raumes.
Schließlich löst sich DAIMs architektonisches Design aus Buchstaben, Writing und Style in der aufeinander abgestimmten Intensität aus Farbspritzern, Pfeilen und Schwüngen auf.

DAIMs Werke sind außergewöhnlich, da sie immer eng mit seiner Persönlichkeit verbunden sind. Der Künstler hat nie aufgehört sich weiter zu entwickeln, sondern sein Style, welchen er als eine Art Selbstporträt wahrnimmt, ist im Laufe der Zeit immer komplexer geworden. Seine gesamte Persönlichkeit studiert, reflektiert, entwickelt, malt und beeinflusst die Entstehung der einzelnen Kunstwerke.

Tania Di Brita / Kolly Gallery


Abb. oben: „DAIMaround – Dynamic splash with orange“ & „‚DAIMaround – Dynamic cut“ | Mirko Reisser (DAIM)
Courtesy: Kolly Gallery | Foto © MRpro

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